Mein Yogaweg

Ich bin – wie viele meiner Teilnehmer auch – auf den Yogaweg gekommen, weil ich Disbalancen in meinem Körper wahrnahm: Schmerzen in der Lendenwirbelsäule aufgrund schwacher Muskulatur im Bauch und Rücken, ständige Müdigkeit und das Gefühl, nie genug zu tun (vor allem im Beruf).

Ich habe mich auf die Suche nach einer Yogaschule gemacht und bin bei Karin Steiger in der Yogaschule Kärnten in Klagenfurt fündig geworden. Karin’s Yogastunden sind und  waren eine gute Mischung an Anstrengung und Entspannung. Ein einschneidendes Erlebnis war, als ich in meiner zweiten oder dritten Yogastunde den Baum (Vrikshasana)  praktiziert habe: ich konnte kaum das Gleichgewicht halten und musste die Stunde  frühzeitig aufgrund von heftigem Schwindel beenden. Da erkannte ich, dass es etwas in meinem Leben zu ändern gibt und begann, regelmäßig Yoga zu praktizieren.

Sehr bald spürte ich die Veränderungen, die Yoga hervorrief: die Rückenschmerzen wurden weniger, ich fühlte mich ausgeglichener und ruhiger, hatte wieder mehr Energie, erkannte meine Grenzen und sagte öfter Mal „Nein“. Diese zuerst kleinen Wellen der Veränderung wurden immer größer: zuerst begann ich im Februar 2007 die Yogalehrer-Ausbildung in der Yogaschule Kärnten, dann begann ich Anfang 2008, neben meinem Beruf, Yogakurse zu unterrichten. Im Spätsommer 2008 habe ich dann meinen  vermeintlich sicheren Job bei der Bank gekündigt. Ich wollte mich ganz auf die Yogakurse konzentrieren und wie es oft ist – wenn eine Tür zugeht, geht eine andere auf – bekam ich durch Zufall noch einen Halbtagsjob in einer kleinen Firma. Somit hatte ich mir ein gutes Fundament geschaffen und war seit langem wieder zufrieden mit meinem Leben.

Die 4,5-jährige zertifizierte Yogalehrer-Ausbildung war sehr intensiv und nicht immer einfach für mich. Doch heute bin ich froh, dass ich meinem bequemen Ego nicht nachgegeben habe und die Ausbildung beendet habe. Während meiner Ausbildung und auch darüber hinaus bin ich immer wieder Gast bei anderen Yogalehrern, damit ich den Blick über den Tellerrand hinaus nicht verliere. Aus diesen Stunden kann ich immer dankbar etwas für meine eigene Praxis und meinen eigenen Unterricht mitnehmen.

Ich unterrichte Yoga, weil es das ist, was mir Freude macht und ich eine tiefe Glückseligkeit beim Unterrichten spüre.